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MANUELLE LYMPHDRAINAGEN |
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Was Sie darüber wissen sollten, sodass die Therapie ein voller Erfolg wird.
Diese für Sie neue Therapieform besteht aus verschiedenen Anteilen.
Zunächst wird Sie bei speziell ausgebildeten Therapeuten/ innen durchgeführt.
Meist in einer Krankengymnastik-Praxis - gelegentlich auch in Physikalischen Abteilungen eines Krankenhauses - mit Kassenzulassung.
Da das LYMPHÖDEM sehr eiweißreich ist und in den Zwischenräumen der Haut und Unterhaut sich langsam gesammelt hat , muss dieses "Wasser" mit den Händen
vorwärts geschoben werden.
Die Lymphadern münden im Halsbereich in die Venen, die das Blut zu den Nieren befördern , die wiederum das überflüssige Wasser als Urin ausscheiden.
"Wassertabletten" können eher schaden als helfen.
Zu Beginn werden die Beine vermessen. Am besten jedes Mal -vorher/nachher- diese dokumentierten Meßwerte bitte mit in die Sprechstunde mitbringen.
Die Drainage beginnt am Hals oder am Oberbauch und wird systematisch nach unten fortgesetzt. Es muss jeweils eine Etage frei geschoben sein, bevor man sich der nächsten zuwendet.
Diese SCHIEBEMASSAGE darf nicht weh tun und auch nicht zu zart sein.
Solche Behandlung sollte mindestens 30 Minuten , eher 45 Minuten dauern. Um den Erfolg zu sichern , wird vom Therapeuten ein Kompressionsverband am Unterschenkel selbst gewickelt, um zu verhindern, dass auf Ihrem Heimweg erneut ein Ödem entsteht.
Dieser Verband wird sehr fest sein und sehr aufgepolstert sein, so dass Sie für den Heimweg größere Schuhe brauchen. Bitte mindestens 3-4 Stunden den Kompressionsverband belassen, vielleicht sogar bis zum Schlafengehen.
Sie selbst werden den Erfolg auch daran messen können, dass Sie zum Ende der Drainage viel Wasser lassen müssen; gelegentlich riecht der Urin auch sehr streng.
Keine Sorge , das liegt an dem "alten Müll" der ausgeschieden wurde.
Meist beginnen wir mit 6 oder 10 verordneten Lymphdrainagen, die
2-3 mal pro Woche stattfinden sollten.
Bei der Suche nach geeigneten Therapeuten kann Ihre Praxis Ihnen behilflich sein.
Das notwendige Wickelmaterial werden Sie vom Arzt als Verordnung erhalten.
Nach der 3./4. Lymphdrainage suchen sie bitte Ihren Arzt auf , um den Erfolg
oder Misserfolg, die Eignung des Therapeuten und anderes zu besprechen.
Wenn Ihre Füße und Beine wieder (fast) normal schlank sind, werden Kompressionsstrümpfe notwendig, um dies hart erarbeitete Ergebnis lange halten zu können.
Sie erhalten eine weiteres Rezept:
Kniestrümpfe Druckklasse II (wenn das Anziehen möglich ist, auch Klasse III)
mit Naht, an den Zehen offen. (Dies ist nur mit Maßanfertigung möglich)
Auch brauchen die Zehen eine Kompressionstherapie. Hierfür wird eine Zehenkappe Klasse I gefertigt, bei der der kleine Zeh freigelassen wird und die Zehnägel ebenfalls frei bleiben. Er wird bis zur Mitte des Fußes gezogen, wie ein Fingerhandschuh; auch nachts ist das Tragen erlaubt.
Eine Zuzahlung von 20 % ist von Ihrer Seite aus notwendig.
Erfreulicherweise gibt es für Kompressionsstrümpfe kein BUDGET.
Die Lymphödem-Krankheit ist meist schmerzlos und wird oft verkannt, da sie sehr langsam entsteht.
Die Lymphödem-Behandlung ist eine mit anderen Therapien verglichene Behandlung noch angenehme Dauertherapie, die ein Leben lang notwenig sein wird.
Leider wird die jetzige Kassensituation dies nicht immer ermöglichen können, sodass sich Therapeut und Patient eigene Lösungen schaffen müssen.
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